Herzlich Willkommen auf der Pflegeseite des Kreises Borken

Mit dem Eintritt von Pflegebedürftigkeit verändert sich nicht nur die Welt des Pflegebedürftigen, sondern oft auch die seiner Angehörigen ganz erheblich. In dieser Situation werden schnell und möglichst ortsnah Informationen, Unterstützung und Hilfe benötigt. Die Pflegeseiten sollen Ihnen dabei helfen, sich im komplizierten Gesundheitssystem Schritt für Schritt zurechtzufinden und die vielfältigen Möglichkeiten im Kreis Borken kennenzulernen.

Wir sind bestrebt, die Informationen möglichst aktuell, korrekt und vollständig anzubieten. Anregungen und Hinweise in diesem Sinne nehmen wir deshalb jederzeit gerne per E-Mail entgegen. 

Aktuelles zum Corona Virus

Aktuelles

Vorübergehende Leistungen der Pflegeversicherung - bis zum 30.09.2020

1. Zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel (§ 40 Abs. 2 Satz 1 SGBXI): 20 € pro Monat zusätzlich verfügbar (insgesamt also 60 €/Monat).

2. Der Entlastungsbetrag i. H. v. 125 € pro Monat (§ 45b SGB XI) soll bei Pflegegrad 1 möglichst flexibel eingesetzt werden können. Es entfällt die Bindung an die bekannten Anbieter. Die Hilfe muss der Sicherstellung  der häuslichen Versorgung dienen.

3. Bis zum 30. September 2020 wird das Pflegeunterstützungsgeld für maximal 20 Tage gezahlt, wenn eine Versorgungslücke bei der häuslichen Pflege entsteht - z.B. eine Pflegekraft ausfällt oder ein ambulanter Pflegedienst schließt. Das Recht, der Arbeit wegen einer akuten Pflegesituation in der Familie fernzubleiben, können Beschäftigte bis zu 20 Tage in Anspruch nehmen.

4. Pflegeberatungsbesuche nach § 37 Abs. 3 SGB XI sind ausgesetzt, ohne dass Kürzungen vorgenommen werden.  Auf Wunsch können die Beratungen telefonisch, per Skype oder Video Konferenz durchgeführt werden.

5. Der angesparte Entlastungsbetrag aus dem Jahr 2019 soll bis zum 30.09.2020 verbraucht werden können (anstatt bis zum 30.06.2020)

6. Kann die ambulante Versorgung bei Pflegebedürftigen ab Pflegegrad 2 durch den bisherigen Pflegedienst oder eine Vertretung nicht sichergestellt werden, kann die Versorgung nun auch durch andere Leistungserbringer erfolgen (§ 150 Abs. 5 SGB XI; COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetz). Es geht um die Versorgung anstatt des bisher genutzten Pflegedienstes. Hierfür müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Mind. Pflegegrad 2
  • Bisher ambulanter Pflegedienst (Sachleistungen)
  • Pflegedienst kann aufgrund der Pandemielage die Versorgung nicht sicherstellen und hat dies der Pflegekasse gemeldet
  • Pflegekasse kann gemeinsam mit Pflegedienst den Versorgungsengpass nicht beheben
  • Klient stellt Antrag auf Kostenerstattung

 

Online Angebot

Das Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe hat auf ein Online-Angebot für pflegende Angehörige umgestellt. Angeboten werden: 

  • Info-Video-Konferenzen zu aktuellen Themen
  • Online-Gruppen-Treffen (Gesprächskreis)

Interessierte brauchen lediglich einen Laptop, ein Tablet oder ein Smartphone mit Internetzugang (oder einen Computer mit Monitor, zu dem sie eine Kamera und ein Mikrofon haben). Weitere Informationen auf diesen links:

Angebot der Regionalbüros für Alter, Pflege und Demenz

Die Corona-Infektionen und die SARS-CoV-2-Verdachtsfälle verändern aktuell gravierend die Lebenssituation von hilfe- und pflegebedürftigen Menschen und Ihren Angehörigen. Zugleich ändert sich vieles für haupt- und ehrenamtliche Unterstützer*innen. Aus diesem Grund haben die Regionalbüros Alter, Pflege und Demenz bereits im März eine Corona-Sonderseite auf ihrem Webportal erstellt: https://alter-pflege-demenz-nrw.de/corona/  

Für die Themen „Angebote zur Unterstützung im Alltag" sowie „Pflegeberatung" ist aktuell ein besonderer Service eingerichtet: Sie können ab sofort den Corona-Sondernewsletter abonnieren und erfahren so bspw. direkt, welche Rechtsverordnung geändert wird und was sich dadurch für Sie ändert. Zusätzlich können Sie einen RSS-Feed abonnieren und sind so immer auf dem neusten Stand.